Häufig gestellte Fragen Viele Standardfragen zu Haltung und Verhalten unserer Alpakas werden immer wieder gestellt. Ich hoffe, dass wir an dieser Stelle Antwort geben können. Haben Sie weitere Fragen, zögern Sie bitte nicht, sie über das Kontaktformular zu stellen.

Wie alt können Alpakas werden?

Fast alle in Europa befindlichen Alpakas sind Importtiere, die in ihren ersten Lebensjahren in Südamerika oder Australien aufgewachsen sind. Bisher wissen wir, dass sie sicherlich 20 Jahre alt werden können. Allerdings kann eine "schlechte Kindheit" oder eine unzureichende Versorgung während der Haltung hier in Europa (Stichwort Mineralmangel) zu einer verkürzten Lebenserwartung führen.

Was für einen Stall benötigen Alpakas?

Keinen!

Alpakas wurden 5000 Jahre ohne Ställe gehalten und haben so ein ganz besonders temperaturausgleichendes Vlies entwickelt und eine Faser, die nach Vicunjafaser als die hochwertigste weltweit gilt.

Diese schützt sie vor Kälte wie vor Wärme und lässt sie problemlos die Temperaturschwankungen in den Anden von minus 20° bis plus 20° Celsius ohne Belastung aushalten.

Lediglich Schatten sollte man ihnen gönnen, besonders im Frühjahr, wenn sie voll bewollt sind und vielleicht schon Temperaturen über 20° Celsius herrschen.

Dieser Schatten ist auch direkt nach dem Scheren sinnvoll, damit sie bei Sonnenschein keinen Sonnenbrand bekommen.

Wie groß werden Alpakas?

Gemessen wird an der höchsten Stelle des Rückens (Widerrist), der Kopf liegt meist in der Höhe von Widerristhöhe plus 1/2 Widerristhöhe.

Stuten haben meist eine Widerristhöhe von 80 bis 90cm und wiegen dabei 50 bis 70 Kilogramm.

Hengste können von 80 bis 100cm Widerristhöhe aufweisen und 60 bis über 100 Kilogramm wiegen.

Welche Farben können Alpakas haben?

Die Farbenvielfalt ist bei Alpakas sehr groß.

In Peru sind über 60 Farbtöne von weiß über braun und grau bis zu schwarz beschrieben.

Offizielle Farbtafeln schwanken je nach Ursprungsland zwischen 16 und 24 Farbtönen.

Hinzu kommen die "gemischten" Farben: verschiedene Arten von Scheckungen über appaloosafarben bis hin zu stickenhaarigen Alpakas ("roan").

Weil sie in den vergangenen 500 Jahren nicht mehr nach Farben gezüchtet wurden, ist es nicht möglich, die Farbe eines Fohlens vor der Geburt aus den Farben der Eltern zu schätzen.

Es ist keine Seltenheit, dass aus 2 weißen Eltern-Alpakas ein braunes, graues oder sogar schwarzes Fohlen geboren wird. Auch Flecken können immer wieder auftreten.

Die Industrie bevorzugt reine Farben ohne Flecken, hier vor allem weiß, weil es gefärbt werden kann.

In der Hobbyzucht werden gerade die "bunten" Alpakas bevorzugt.

Gibt es verschiedene Arten von Alpakas?

Ja, es gibt die Suris und die Huacayas. Letztere haben ein abstehendes Haar, wodurch sie "wollig" erscheinen.

Bei den sehr viel selteneren Suris sind die Haare länger, schwerer und glatter und fallen im Idealfall wie Rastalocken nach unten.

Spucken Alpakas?

Ja, das Spucken ist eine Form der Interaktion unter Alpakas. Dabei spucken sie sich durchaus meist nicht an, sondern vor sich her.

Weil Alpakas, die artgerecht aufgewachsen und geprägt wurden, wissen, dass der Mensch ihre "Sprache" nicht versteht, spucken sie Menschen nicht an.

Fehlgeprägte Alpakas behandeln den Menschen wie ein Alpaka und spucken deshalb auch Menschen an. Dies ist zunächst einmal nicht gefährlich.

Bei Hengsten kann es aber ein Hinweis auf die gefährliche Fehlprägung "Berserker" sein. Dann ist Vorsicht geboten.

Deshalb unbedingt beachten: Alpakafohlen im ersten Lebensjahr nicht "verhätscheln".

Wieviel Platz benötigen Alpakas?

Es gibt eine vielfach gedankenlos übernommene Literaturangabe: für die ersten 2 Alpakas werden 1000 m² benötigt, für jedes weitere Alpakas zusätzliche 100m².

Wenn man aber diese Angabe weiterrechnet, können bis zu 90 Alpakasauf einem Hektar gehalten werden, was natürlich zuviel ist.

Wird das Winterfutter (Heu) von der Fläche ebenfalls gewonnen, können 12-15 Alpakas auf einem Hektar gehalten werden, wurd das Heu zugekauft, können es sogar bis zu 30 Tiere und ggf einige mehr sein (je nach Alter und Größe).

Kann man Alpakas alleine halten bzw. mit anderen Tieren vergesellschaften?

Alpakas sind Herdentiere und brauchen deshalb immer Gesellschaft. Ideal sind mindestens eine Gruppe von 3-4 Tieren.

Die gemeinsame Haltung mit anderen Tieren wie Schafen, Ziegen, Eseln oder Pferden kann gut gehen. Allerdings gehen "Missverständnisse" unter den verschiedenen Tierarten meist zu Lasten der Alpakas. Es sind schon Alpakas zu Tode gekommen, weil andere Tiere nur einmal deutlich ihre "Meinung gesagt" haben.

Eine Haltung mit Ziegen und Schafen ist aus einem weiteren Grund nicht zu empfehlen: Alpakas sind sehr sauber und nutzen Kotplätze, die übrige Weide wird nicht verunreinigt und so bleibt das Risiko von Wurminfektionen überschaubar.

Dagegen koten und urinieren Schafe und Ziegen überall auf der Weide und verteilen ihre Wurmeier so auch über die ganze Weide. Auf einer so verunreinigten WEide fühlen sich Alpakas nicht mehr wohl, bekommen auch sehr viel mehr Würmer.

Kann man Hengste und Stuten auf einer Weide gemeinsam halten?

Werden mehrere Hengste mit Stuten zusammen gehalten, wird es immer Kämpfe unter den Hengsten geben, der Unterlegene wird sehr beeinträchtigt, vielleicht sogar gefährdet, denn er kann nicht wie in der Natur ausweichen.

Wird ein Hengst mit mehreren Stuten gehalten, kann es mehrere mögliche Entwicklungen geben:

a) der Hengst ist sehr friedlich: er deckt alle Stuten. Sobald sie tragend sind, lässt er sie in Ruhe und drängt auch nicht nach, wenn diese abspucken. Nachdem die Fohlen gekommen sind, deckt er die Stuten sofort wieder, bis sie erneut aufnehmen. Da die Fohlen seine Töchter und Söhne sind, toleriert er sie.

Solche friedfertigen Hengste sind sehr selten.

b) der Hengst ist durchschnittlich: er deckt zunächst alle Stuten, bedrängt sie aber immer wieder. Sie spucken ihn ab und nach einigen Versuchen gibt er auf - für heute. Sind die Fohlen geboren und die Stuten lassen sich nicht decken, versucht er es bei den Fohlen, was für sie lebensgefährlich ist.

c) der Hengst ist sehr dominant: er deckt nicht nur zügig alle Stuten, sondern bedrängt sie immer wieder, so dass sie sich zuletzt auch immer wieder decken lassen. Dadurch stirbt das bereits gezeugte Fohlen vorzeitig, die Stute nimmt nach einer Zeit wieder auf, das ganze beginnt von vorne. Es ist ständig Stress in der Gruppe, die Stuten sind durch wiederkehrende Entzündungen und den Stress gefährdet.

Dominante Hengste dulden keine anderen Hengste in ihrer Umgebung. Hengstfohlen werden deshalb erheblich gefährdet, sogar getötet. Selbst Stutfohlen können angegriffen werden oder gedeckt werden, was ebenfalls gefährlich ist.

Leider ist nicht vorher berechenbar, wie sich das Verhalten eines Hengstes entwickeln kann, er kann von heute auf morgen von a bis c wechseln.

Aus diesem Grund sollten Hengste und Stuten immer getrennt gehalten werden.

Wieviele Fohlen bekommen Alpakas und wie lang ist die Tragzeit?

Alpakas bekommen meist nur ein Fohlen, Zwillinge sind extrem selten und noch seltener lebensfähig. Die Tragzeit beträgt 11,5 Monate, also um 351 Tage mit einer großen Schwankung von 320 bis 380 Tagen.

Mit welchem Alter werden Alpakas geschlechtsreif?

Das ist sehr unterschiedlich und unter anderem von der Ernährung abhängig. Große Stuten können schon vor dem Ende des ersten Lebensjahres tragend werden, kleine oft noch nicht einmal mit 2 Jahren.

Hengste sind meist erst mit 1-3 Jahren geschlechtsreif, aber es ist mehrfach vorgekommen, dass Junghengste mit 7-11 Monaten ihre Mütter oder andere Stuten gedeckt und tragend bekommen haben. Die meisten Hengste sind mit 3-4 Jahren geschlechtsreif mit einer großen individuellen Schwankungsbreite.

Sind Alpakas Wiederkäuer?

Alpakas kauen zwar wieder, werden aber nicht zu den Wiederkäuern gerechnet. Im Gegensatz zu unseren hiesigen Wiederkäuern Rind, Schaf und Ziege, die 4 voneinander gretrennte Mägen besitzen, haben Alpakas drei Mägen, die ineinander übergehen, die Kompartimente.

Sie gehören zwar mit Rindern, Schafen und Ziegen zu der Ordnung "Paarhufer", sind aber hier in einer eigenen Unterordnung der "Schwielensohler" mit Lamas, Guanacos, Vicunjas, Kamelen und Dromedaren.

Damit gelten sie nicht offiziell zu den Wiederkäuern und fallen z.B. meist nicht unter die Sperrregelungen für Wiederkäuer.

Warum benötigen Alpakas Mineralfutter?

Alpakas kommen wie alle Neuweltkameliden aus Südamerika. Dort sind die Böden wesentlich mineralhaltiger als in Europa. Vor allem in den letzten 500 Jahren lebten sie überwiegend in den Hochanden, wo sie wegen ihrer besonderen Bluteigenschaften keine Nahrungskonkurrenten (außer anderen Neuweltkameliden) hatten, aber nur sehr hartes Gras wächst. Dieses Ichu-Gras ist ebenfalls sehr mineralhaltig und ballaststoffreich.

In Europa wächst das Gras durch höhere Nitrat- und Phosphatgehalte deutlich schneller und ist dadurch weniger ballaststoffreich, außerdem enthält es deutlich weniger Mineralien und Spurenelemente.

Ohne zusätzliche Gabe der nötigen Spurenelemente und Mineralien würden die Tiere Mangelerscheinungen mit Störungen des Wachstums, der Fruchtbarkeit und der Immunabwehr bekommen.

In den Anden sind Alpakas einer wesentlich höheren UV-Strahlung ausgesetzt. Dadurch können sie trotz der starken Bewollung noch ausreichend Vitamin-D bilden.

Da dies in Europa nicht möglich ist, muss auch Vitamin D zugegeben werden.

Müssen Alpakas jedes Jahr geschoren werden?

Ja, denn Alpakas sind keine Wildtiere. Sie wurden aus den Vicunjas gezüchtet. Diese haben nur 200g Faserwachstum pro Jahr. Diese wenige Faser verlieren sie im folgenden Frühjahr/Sommer von alleine.

Alpakas sind eine Zuchtform, die ein wesentlich stärkeres Faserwachstum hat als das Vicunja.

Ohne geschoren zu werden, können Alpakas starken Hitzestau mit Kreislaufproblemen bekommen, sogar sterben.

Die Faser, die zu lange auf demTier bleibt, wird durch Schweiß moderig und fault. Sie ist nicht mehr verwertbar.

Was ist ein Berserker?

Damit ist ein fehlgeprägter Hengst von Lama oder Alpaka gemeint.

Junghengste beider Tierarten können durch zu viel Menschenkontakt im ersten Lebensjahr Probleme mit der eigenen Identifikation bekommen. Sie erkennen den Menschen nicht als fremd an.

Da Hengste aber immer wieder um die Rangordnung kämpfen (müssen - denn es ist Instinkt), beginnen fehlgeprägte Hengste mit 1-2 Jahren auch mit Menschen zu kämpfen. Dies tun sie immer wieder und nur ein immer wieder "ranghöherer", weil stärkerer Mensch ist ihnen gewachsen. Kinder und schwächere Erwachsene können durch solch einen Angriff böse verletzt werden. Aber auch das direkte Anspucken eines Menschen kann sehr unangenehm werden. Auch dies machen nur fehlgeprägte Tiere.

Werden solche fehlgeprägte Hengste früh genug kastriert, kann sich das Verhalten bessern. Allerdings muss auch dann Obacht gegeben werden.

Als sichere Vorsichtsmaßnahme bitte immer die Finger von Hengsten im ersten Lebensjahr lassen, selbst wenn sie noch so lieb und anhänglich sind.

Übrigens: auch Stuten können fehlgeprägt werden. Weil sie aber keinen so stark ausgeprägten Kampfinstinkt haben, sind sie später "nur" unleidlich und schwieriger im Umgang, aber nicht gefährlich.

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